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Trara trara, die Minizwergin ist da!

Der Januar kam und ich war rund.

Mir ging es körperlich ziemlich gut, die Nerven waren nur blank, vor allem als ich wieder anfing den errechneten Geburtstermin zu überschreiten... *seufz*

Da begann diese Zeit des Aufhorchens wenn irgendetwas komisches war.. Geht die Geburt los? Nein..

Und morgens das frustrierte Erwachen, daß man nachts wieder nicht entbunden hat. Tagsüber ging es, aber je mehr es Richtung Geburt ging, desto unruhiger und nervöser wurde ich.

Eines Freitagabends ging dann endlich der Schleimpropf ab. Ich jubelte innerlich, wußte aber daß es trotzdem noch laaaangeee dauern kann. Ich hatte mich nicht auf Geburt eingestellt.

Am Samstagmorgen begannen die Wehen pünktlich um 6:30h. Ich bin mit der Zwergentochter in die Küche und habe erstmal mit ihr Frühstücksbrötchen gebacken, schön Frühstückstisch gedeckt und ab und an mal Wehen veratmet.

Nachmittags wurde die Hebamme informiert. Wir haben dann abends nochmal telefoniert, aber ich brauchte sie noch nicht. Das änderte sich irgendwann und sie kam und blieb bis Mitternacht. Ich versuchte dann wieder zu schlafen und bin aber nach ein paar Stunden wach geworden und wollte in die Wanne. Nach Rücksprache mit der Hebamme war das okay und ich weckte den besten Ehemann. Es war schon fast 5:00 Uhr und die Zwergentochter wurde auch wach und sprang herum. Das war mir zu viel. Ich bat meinen Mann, meinen Vater anzurufen, damit er sie abholt. Gesagt, getan. Mein Vater kam rasch, fragte nicht nach - wofür ich ihm sehr dankbar bin!- und ging mit der Zwergentochter zu sich nach Hause. Ich war in der Badewanne und die Wehen wurden stärker. Nach einer halben Stunde bin ich dann wieder raus und legte mich ins Bett.

Um halb acht kam die Hebamme und untersuchte mich. Ab hier habe ich kaum Zeitgefühl.

Auf alle Fälle hatte ich Wehe um Wehe veratmet und getan, aber es tat sich kaum etwas. Also entschieden wir uns um 13:00h für die Verlegung in die Klinik. Vorher konnte ich noch die Zwergentochter sehen und mit ihr reden und mich von ihr verabschieden.

In der Klinik dann erstmal Standardprogramm und gleich eine PDA. Nach vielen Stunden wurde dann der Entschluß gefaßt einen Kaiserschnitt zu machen, da das Kind falsch eingestellt war und nicht in den Geburtskanal konnte. Muttermund war vollständig eröffnet, aber es tat sich nichts.

PDA wirkte nicht, daher wurde ich mit einer Vollnarkose erlöst.

Um 21:59h war es so weit: Die Minizwergin ist da!

Die Maße haben alle geplättet: 58cm, 4040gr und 35cm Kopfumfang.

Wir sind glücklich und geplättet. Als ich aus der Narkose erwache, höre ich sie schreien und lege sie gleich an. Mein Mann bringt sie später auf Station, ich muß noch 6 Stunden zur Beobachtung bleiben.

Das Stillen klappt auf anhieb, die Schwestern und Hebammen sind super und am 25.1. durften wir nach Hause!

 

1 Kommentar 25.1.08 15:00, kommentieren